Die Feels like heaven-Manuskripte vom 19. bis 25. April 2026
Autor: Uwe Burkert, Speyer
Thema: Ja – ist denn schon (wieder) Ostern?
Sonntag, 19. April 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Ja – ist denn schon wieder Ostern? War nicht erst vor zwei Wochen - Ostersonntag? Einerseits. Andererseits - auch an allen 51 oder 52 übrigen Sonntagen im Jahr feiern Christinnen und Christen weltweit: Ostern. Ihr Gründungsfest. Ohne dass es kein Christentum gäbe und keine Menschen, die an Christus glauben. An Jesus, den Zimmermannssohn aus Nazareth; der drei Jahre lang öffentlich auftritt und Wunder wirkt; der einen engen Freundeskreis um sich schart; und der schließlich mit seinen teils radikalen, zurück an die Wurzeln Ideen von Gott und Nächstenliebe - dem religiösen Establishment querkommt; und der deshalb schließlich schrecklich am Kreuz endet. Damit könnte dann auch schon alles zu Ende sein. Würden nicht Frauen am ersten Tag der Woche, nach jüdischer Zeitrechnung am Sonntag, zurück vom Grab Jesu aufgeregt erzählen: er lebt, Gott hat ihn auferweckt. Später erscheint Jesus auch seinen Jüngern. Schließlich fasst der Glaube an die Auferstehung Jesu nach und nach Fuß. Das feiern Christ:innen weltweit Sonntag für Sonntag. Und Ihr? Feiert mit! Heute - und an allen Sonntagen!
Thema: Drei Hasen, Dreifaltigkeit: für- und miteinander!
Montag, 20. April 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
"Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei": so lautet ein Rätsel-Vers, der beschreibt, was Ihr sehen könnt im spätgotischen Kreuzgang des Paderborner Doms: drei Hasen, zu einem Kreis verbunden an den Ohren so, dass Ihr den Eindruck habt, jeder Hase hat genau die zwei Löffel auf dem Kopf, die Hasen nun mal haben. Aber wenn Ihr durchzählt, kommt Ihr nur auf insgesamt drei Ohren. Das ist schon ein tolles Stück, aber hinter der Hasen-Löffel-Spielerei steckt Mordstiefsinn. Denn die so schelmisch verbundenen Hasen sollen ein Bild sein für die Dreifaltigkeit, also den christlichen Glauben daran, dass Gott zwar einer ist und einzig, aber in drei "Personen" da ist, wie's so schön heißt, in drei Seins-Weisen: als Vater, Sohn und Heilige Geistkraft - wie die Bilder dafür lauten. Damit Ihr dabei keinen Knoten ins Hirn kriegt, ist damit übersetzt etwa gemeint: Gott ist kein statischer, steifer, starrer Block – sondern in sich schon lebendig und ein Miteinander, ein Gemeinsames und ein Zusammen, und zeigt so, wie und wofür wir Menschen ebenfalls da sein sollen: füreinander, miteinander. Oder – was glaubt Ihr?
Thema: Jesus auf der Spur: Gemeinsam unterwegs – auf!
Dienstag, 21. April 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Wie's wohl den beiden Jüngern Jesu gegangen sein mag, die vor rund 2000 Jahren völlig frustriert unterwegs waren auf dem Rückweg von Jerusalem nach Hause? Völlig frustriert, weil sie so sehr auf Jesus, den Zimmermannssohn aus Nazareth gesetzt hatten; mit dem sie durchs Land gezogen waren, um das Evangelium, die frohe Botschaft zu verkündigen und vorzuleben, dass das Reich Gottes ab sofort angebrochen ist – und nicht mehr die finsteren und gewalttätigen Mächte dieser Erde das Sagen haben. Doch dieser Jesus war gerade hingerichtet worden in Jerusalem am Kreuz wie ein kapitaler Schwerstverbrecher. Alles aus und vorbei. Doch unterwegs gesellt sich Jesus zunächst unerkannt zu ihnen. Spricht mit ihnen über die Ereignisse in Jerusalem und führt sie ganz sachte zu neuen Einsichten, bis er sogar das Brot mit ihnen teilt und sie erkennen: Jesus lebt! Ein wichtiger Hinweis der Bibel darauf, wie Ihr Jesus auf die Spur kommen könnt, wie Gott selber sich zeigt: Wenn Ihr Euch auf den Weg macht und mit anderen gemeinsam unterwegs seid! Worauf wartet Ihr noch? Auf!
Thema: Auferstehung: Ewig aufgehoben im großen Jetzt Gott?
Mittwoch, 22. April 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
"Was ist das eigentlich – Auferstehung?" Wir leben immer nur im Jetzt. Denn die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da, wir leben immer nur jetzt. Und dann isses auch schon wieder vorbei, das Jetzt. Doch wundersamer weise finden wir uns im nächsten Moment schon wieder im nächsten Jetzt. Es fliegt uns zu sozusagen. Normalerweise. Bis zum Tod. Danach ist dann – kein Jetzt mehr. Sicher? Kein uns bekanntes und vertrautes jedenfalls mehr. Nur: was wissen wir, was kennen wir schon? Ist es nicht auf eine Weise, nach einem Leben voller immer wieder neuer "Jetzt", sehr unwahrscheinlich, dass damit irgendwann ganz und total Schluss sein soll? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass auch nach diesem Leben, nach dem Tod schon wieder ein neues Jetzt auf uns wartet? Nachdem wir doch jeden Tag aufs Neue und täglich tausende Mal in unserem Leben auferstehen von einem Jetzt ins nächste? "Was ist das eigentlich – Auferstehung?" Ist es am Ende, das keins ist, das immerwährende, ewige aufgehoben Sein im großen Jetzt, dass die Religionen gern Gott nennen? Was meint Ihr? Was glaubt Ihr?
Thema: Sammelt Auferstehungs-Momente - wie beim Aufstehen!
Donnerstag, 23. April 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Übt Ihr auch jeden Morgen – Auferstehung? Ja – Auferstehung! Oder wie würdet Ihr beschreiben, dass Ihr jeden Morgen wach werdet wie aus dem Nichts? Und warum seid Ihr Euch da so sicher, dass Ihr gar nicht mehr drüber nachdenkt – dass Ihr am nächsten Morgen sicher wieder wach und aufstehen werdet? Erfahrungssache, oder? Schon tausend Mal erlebt. Und so gesehen ist die Wahrscheinlichkeit ja wirklich ziemlich groß, dass Ihr auch die nächste Nacht überleben werdet und am nächsten Morgen mehr oder weniger munter wieder aufsteht. Der Vergleich hinkt? Weil Auferstehung nach biblischem Verständnis meint: erst mausetot, dann wieder quicklebendig? Und mausetot seid Ihr ja nachts nicht beim Schlafen, zum Glück. Stimmt. Aber Ihr könnt Euren Erfahrungs-Schatz voll und voller machen - mit lauter Erleben und Erfahren von Auferstehungs-Momenten: dass Leben immer weiter geht; dass plötzlich irgendwo eine Tür aufgeht, ein Herz sich öffnet, jemand da ist für Euch. Deshalb müsst Ihr nicht gleich an Auferstehung glauben: dass noch was kommt nach dem Tod. Aber ein paar gute Gründe dafür sammeln – wär' schon drin, oder?
Thema: Wie viel Thomas: Wie viel Zweifel, wie viel Glaube?
Freitag, 24. April 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Seid Ihr auch schon mal einem "ungläubigen Thomas" begegnet? Der oder die einfach nicht glauben wollte, dass die Meyer was hat mit dem Müller? Bisser sie selber gesehen hat im Stadtpark, Küsschen hier, Küsschen da? Der "ungläubige Thomas": Prototyp eines Menschen, der eher skeptisch ist über das, was andere ihm berichten. So wie Thomas damals, einer der Jünger Jesu, also aus dem engsten Freundeskreis. Als die andern ihm erzählen: Jesus ist auferstanden, wir haben den Herrn gesehen - reagiert er sehr zurückhaltend. Fantastische Geschichte - aber das glaub' ich erst, wenn ich selber meine Finger in seine Wundmale gelegt habe. Gesagt, getan. Eine Woche später steht Jesus laut Bibel plötzlich wieder da. Diesmal ist Thomas dabei und er kann den ultimativen Check machen: "Mein Herr und mein Gott", ist er total überwältigt. Von Jesus muss er trotzdem einen Rüffel einstecken: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben." Aber, ehrlich gesagt, hättet Ihr so einfach mir nichts, dir nichts geglaubt, dass einer von den Toten auferstanden sein soll? Wie viel Thomas steckt in Euch: Wie viel Zweifel, wie viel Glaube?
